Die ungarndeutschen

Kindergärten zeigen

P r o f i l

 

Unsere kindergarteneigene Konzeption

 

Das Kind wächst in das Verstehen

der Sprachgemeinschaft hinein

und beginnt sich darin selbst zu verstehen.


(Friedrich Georg Jünger)

 

Einleitung

 

„Es gibt kein Alter,

in dem alles so irrsinnig intensiv erlebt wird

wie in der Kindheit.

Wir Großen sollten uns daran erinnern, wie das war.”

 

(Astrid Lindgren, Schriftstellerin)

 

Szövegdoboz: UNSERE LEITSÄTZE


Deutsche Sprache und Kultur sind unverzichtbare Grundvoraussetzungen für Erhalt und Stärkung ungarndeutscher Identität. 


Im ungarndeutschen Kindergarten geben wir der deutschen Sprache Vorrang.


Die Förderung der deutschen Sprache ist gemeinsame Aufgabe von Kindergärten und Familie.


Wir öffnen den Kindergarten nach außen zur Förderung der deutschen Sprache.


Im Kindergarten wird hohe Qualität in der Bildungsarbeit gesichert.

Nutzen für die Kinder

So viele Sprachen, wie ich kann, über so viele Zugänge zur Welt verfüge ich.  (Karl Valentin)

 

  • Das Kind fühlt sich einer größeren Gemeinschaft zugehörig.
  • Das Kind hat Spaß und Freude, die traditionellen Feste und Feiern zu erleben.
  • Das Kind kann gelebte Kultur und Traditionen festigen bzw. kann diese kennen lernen.
  • Das Kind lernt Geschaffenes, Gelebtes, Überliefertes zu schätzen und zu bewahren.
  • Das Kind lernt, dankbar zu sein.
  • Das Kind entwickelt Toleranz und Offenheit für andere Kulturen.
  • Gelebtes Brauchtum schenkt den Kindern Erlebnisse – ganzheitliches Erleben.

Unser Bild vom Kind

Der Mensch ist also als ein horchendes, merkendes Geschöpf zur Sprache natürlich gebildet.  (Johann Gottfried Herder)

  • Jedes Kind ist einzigartig in seinem Aussehen, in seinen Fähigkeiten, in seinen Bedürfnissen, in seinem Denken, in seiner Entwicklung und in seinem Lernen.
  • Das Kind trägt von Geburt an alles in sich, um sich zu entwickeln, zu entfalten und sein Leben aktiv zu gestalten. „Es ist Baumeister seiner selbst“.
  • Damit sich das Kind diesem individuellen Entwicklungsprozess öffnen kann, braucht es die Erfahrung von Angenommensein, Zuwendung und Geborgenheit. Es braucht seinen Freiraum und das Gefühl der Sicherheit. Es braucht Erwachsene und ein angemessenes Umfeld, um vielfältige Anregungen und Erfahrungsmöglichkeiten geboten zu bekommen. Es braucht zu seiner Orientierung und zu seinem Schutz nachvollziehbare, sinnvolle Regeln und Grenzen, die es in seinem Streben nach Weiterentwicklung unterstützen. Das Kind braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann.
  • Das Kind ist von Beginn an Forscher und Entdecker. Die Neugierde, die Begeisterungsfähigkeit, die Offenheit für alles Neue und sein Eigen-Sinn sind dabei seine treibenden Kräfte.
  • Das Kind nimmt die Umwelt mit all seinen Sinnen wahr. Es wendet sich spontan, neugierig und interessiert den momentanen Gegebenheiten zu. Mit Hilfe der Sprache konstruiert das Kind seine eigene Welt.
  • Das Kind ist lernfreudig und lernfähig. Es braucht unterschiedlich Zeit, etwas zu lernen und beim Lernen. Es hat zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Interessensschwerpunkte.
  • Das Kind ist ein Gemeinschaftswesen. Es entwickelt sich im „Du“. Es braucht die Begegnung, den Austausch und die Auseinandersetzung mit anderen Kindern. Die Entwicklung zum Ich über das Du zum Wir wird dadurch möglich.
  • Das Kind braucht Bezugspersonen, die es in seinem Beziehungs- und Werdegang begleiten und unterstützen, seine Persönlichkeit respektieren und seine Eigenart würdigen.
  • Jedes Kind ist spielfreudig. Das Spiel ist das Tun und das Lernen im Vorschulalter.
  • Vorschulzeit ist Spielzeit, und Spielzeit ist Bildungszeit.
  • Das Kind hat einen großen Bewegungsdrang.
  • Das Kind ist mutig und experimentierfreudig.
  • Das Kind ist von sich aus glücklich. Es trägt Lebensfreude in sich.
  • Das Kind ist mitteilungsfreudig. Es will seine Gedanken, Vorstellungen, Ideen und Emotionen ausdrücken, sie sprachlich mitteilen.

Sprachförderung und Kulturvermittlung

Kinder sind unsere wirklichen Lehrer. Lerne wieder, ihnen zuzuhören: sie erzählen dir von der Schönheit und der Sorglosigkeit, die du nur im gegenwärtigen Augenblick wiederfindest.   (tibetisches Sprichwort)

Szövegdoboz: Das Kind ist grundsätzlich neugierig – auch in Bezug auf andere Sprachen. Es ist wissbegierig und mutig genug, fremde Wörter nachzusprechen. Das Kind strebt dabei nicht nach Perfektion. Es erfreut sich an jedem Wort, das es in der Begegnung mit anderen Kindern oder Erwachsenen sprechen kann. Es will verstanden werden.
Wir bieten eine professionelle, kindorientierte Sprachförderung, die wir spielerisch, erlebnisorientiert und im Sinne einer ganzheitlichen Förderung gestalten.

Wie wir das erreichen

  • Wir sprechen bewusst viel mit den Kindern, und zwar Deutsch, und zeigen selbst Freude am Sprechen. Dabei trauen wir jedem Kind zu, dass es mit uns die deutsche Sprache verstehen lernt.
  • Wir reden mit den Kindern in allen Situationen deutsch.
  • Wir begleiten die eigenen Handlungen und Alltagsaktivitäten sprachlich  –  vorwiegend in deutscher Hochsprache.
  • Wir begleiten die Kinder sprachlich in ihrem Spiel.
  • Zu verschiedenen Handlungen (Händewaschen, Aufräumen, Essen...) sagen wir Reime, geben die Instruktionen auf Deutsch, oft singend.
  • Wenn ein Kind sich in ungarischer Sprache an uns wendet, wiederholen wir das Gesagte auf Deutsch und antworten ihm auch auf Deutsch.
  • Wir sprechen verständlich und korrekt die deutsche Sprache.
  • Wir wählen ein angemessenes Sprechtempo.
  • Wir reden deutlich und setzen dabei auch die Körpers
  • Wir verwenden korrekte Begriffe.
  • Wir sprechen mit den Kindern auf Augenhöhe.
  • Wir setzen bewusst Mimik und Gestik ein, um Gesagtes zu veranschaulichen.
  • Wir bereichern die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Kinder, indem wir neue Begriffe einführen und öfter wiederholen.
  • Wir sind achtsam und aufmerksam, wenn ein Kind etwas mitteilen will. Wir zeigen Interesse an seinen Gesprächen und Äußerungen und signalisieren ihm dadurch unsere Dialogbereitschaft. In Gesprächen erfährt das Kind Möglichkeiten, die ihm die Sprache eröffnet:

Es kann eigene Wünsche, Gefühle, Vorstellungen und Meinungen äußern sowie Probleme und Konflikte lösen. Es erfährt dabei, dass es ernst genommen wird.

Es kann bei vielen Dingen mitbestimmen und dabei erfahren, dass seine Meinung wichtig ist. Es erlebt seine eigene Wirksamkeit. Sein Selbstwertgefühl wird dadurch gestärkt.

Es lernt die Sichtweisen anderer Personen kennen. Ihm wird bewusst: Nicht immer sind wir gleicher Meinung. Manchmal führt das zu Konflikten und manchmal lernen wir gerne voneinander.

  • Wir hören dem Kind interessiert und aufmerksam zu, lassen es aussprechen und blicken es dabei an. Wir geben ihm und uns dabei Zeit.
  • Wir fragen nach, wenn wir etwas nicht verstanden haben.
  • Wenn ein Kind sich fehlerhaft ausdrückt, unterbrechen wir es nicht, sondern lassen es ausreden. Anschließend wiederholen wir das Gesagte korrekt, ohne das Kind auf das Fehlerhafte hinzuweisen.
  • Wir respektieren die Wünsche und Gefühle der Kinder.

Solche Erfahrungen motivieren das Kind zu sprechen. Es kann Freude am Dialog entwickeln.

Bilderbücher tragen wesentlich zur Sprachförderung im Kindergartenalltag bei. Sie vermitteln den Kindern gleichermaßen Freude an der Sprache und am Betrachten. Beim Hören, Lesen oder Betrachten von Buchinhalten können Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und dabei ihren Wortschatz erweitern.

  • Wir erzählen Märchen, freie Geschichten und lesen aus Bilderbüchern.
  • Die Kinder spielen die Märchen in Rollen- und Puppenspielen nach.
  • Wir laden die Kinder ein, Geschichten selber zu erfinden und zu erzählen.
 
  Szövegdoboz: Sprache begleitet nahezu jede Aktivität und Handlung im Kindergarten. Uns ist bewusst, dass Sprachförderung beim ganz alltäglichen miteinander Sprechen und Erzählen beginnt. 
Im Tagesablauf nutzen wir die vielfältigsten Anlässe, um mit den Kindern deutsch zu sprechen.

 

 

Wie wir das erreichen

  • Wir lassen uns vom folgenden Grundsatz leiten: In Alltagssituationen, ob beim Essen, im Waschraum, beim An- und Ausziehen usw., sprechen wir mit den Kindern deutsch.
  • Beim Ankommen begrüßen wir jedes Kind persönlich. Wir reichen ihm die Hand, nehmen mit ihm Augenkontakt auf und sprechen es in deutscher Sprache an. Wir nutzen dabei ganz einfache Satzmodelle wie: „Geht es dir gut?“ „Dein Kleid ist sehr schön.“ Oh, hast du schöne Haare!“
  • Beim Frühstück sprechen wir mit den Kindern immer deutsch. Wir geben dabei einfache Instruktionen: „Bring bitte einen Teller!“ „Hol bitte einen Stuhl!“
  • Während der Spielzeit sprechen wir in allen möglichen Situationen deutsch.
  • Im Stuhlkreis sprechen wir deutsch, singen deutsche Lieder und sprechen Reime.
  • Auch bei einzelnen Tätigkeiten wie Aufräumen, in der Garderobe, im Waschraum, im Hof, beim Turnen … sprechen wir deutsch.
  • Beim Mittagessen reden wir mit den Kindern deutsch. Wir benennen die Speisen, sagen Tischsprüche und geben Anleitungen und Anweisungen in deutscher Sprache.
  • In die Ruhezeit begleiten wir die Kinder mit einem Schlaflied, einem Märchen oder einem Gedicht in deutscher Sprache.
  • Bei Bastelarbeiten sprechen wir deutsch.
  • Auch in Konfliktsituationen begleiten wir die Kinder in deutscher Sprache.
  • Wir bieten den Kindern deutschsprachige Computerspiele an.
  • Mit Hilfe von Handpuppen bieten wir jeden Tag deutschsprachige Tätigkeiten an.
  • Wir verabschieden jedes Kind einzeln in deutscher Sprache.
  • Wir Erzieherinnen sprechen nach Möglichkeit deutsch miteinander.

Szövegdoboz: Kulturelle Traditionen sind identitätsstiftend. Sie fördern und stärken den Gemeinschaftssinn. Gelebtes Brauchtum schenkt den Kindern Erlebnisse – ganzheitliches Erleben.
Unter Berücksichtigung der aktuellen Lebensumwelt der Kinder pflegen wir die ungarndeutschen kulturellen Traditionen.

Wie wir das erreichen

  • Sprache und Kultur liegen ganz nahe beieinander. Wir ermöglichen den Kindern die Begegnung mit Kultur, Lebensformen und Traditionen der Ungarndeutschen. Wir pflegen gelebtes Brauchtum und geben es weiter. Wir sprechen dabei ausschließlich deutsch.
  • Wir sammeln mit den Kindern altes Kulturgut (Kleider, Handwerkszeug…). Wir bestaunen es mit ihnen und machen es zum Thema. Wir halten es gegenwärtig (durch Ausstellung). Wir bieten es den Kindern zu ihren Aktivitäten an.
  • Wir pflegen altes Lied- und Erzählgut und begegnen dabei auch der jeweiligen Mundart der Ungarndeutschen.
  • Wir beteiligen uns an Festen und Feiern im Dorf, in der Gemeinde und im Umfeld.
  • Wir gestalten die traditionellen ungarndeutschen Feste und Feiern mit den Kindern zweisprachig.
  • Wir besuchen interessante Einrichtungen im Umfeld (Heimatmuseum, Puppenmuseum, Schule, Bauernhof, Fähre, Ausstellungen...).
  • Wir schaffen Volkstracht und Volkstanzkleidung an.
  • Wir tanzen mit den Kindern deutsche Volkstänze in Volkstracht.
  • Die Gebrauchsgegenstände im Kindergarten (Tischdecken, Servietten, Vorhänge, Spielzeuge, Kalender, Dekoration usw.) tragen Motive früherer Zeiten (Schnitzereien, Stickereien usw.).
  • Wir bauen die örtlichen Bräuche und Sitten in unseren Kindergartenalltag ein, benutzen die örtlichen oder die für die Ungarndeutschen allgemein bekannten Symbole.
  • Wir backen traditionelle Kuchen mit Hilfe älterer Menschen.
  • Wir kochen und backen die örtlichen Spezialitäten und organisieren Veranstaltungen für die jungen Eltern, bei denen sie die traditionellen Rezepte kennen lernen und ausprobieren können.
  • Wir machen die Kinder mit den typischen Musikinstrumenten der Ungarndeutschen bekannt (Ziehharmonika, Trompete u.ä.).

 

„Aber wer den großen Sprung machen will,

muss einige Schritte zurückgehen.

Das Heute geht gespeist durch das Gestern in das Morgen.“

(Bertold Brecht)

Das Spiel sehen wir als den Königsweg des Lernens. Diesem Grundsatz werden wir auch in der Förderung der deutschen Sprache gerecht. Wir bieten vielfältige Spielanlässe, die das Lernen der deutschen Sprache fördern. Dabei unterscheiden wir zwei Formen des Spiels: Das Freispiel und das angeleitete Spiel.

Sprachförderung im Freispiel

  • Beim Freispiel bestimmt das Kind selbst, mit wem, womit, wo und wie lange es spielen möchte. Dem Freispiel geben wir den größten Raum im Tagesablauf. Die Kinder lernen, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen und zu berücksichtigen, und erleben ihre Stärken und Schwächen. Unsere Aufgabe als Erzieherinnen eines ungarndeutschen Kindergartens ist es, auch im Freispiel einfühlsam die deutsche Sprache einzubringen.
  • Wir beobachten die Kinder bei ihren Spielen und bringen Spielimpulse zum passenden Zeitpunkt in deutscher Sprache ein.
  • Wir beteiligen uns einfühlsam am Spiel und wenden dabei die deutsche Sprache an.

Sprachförderung im angeleiteten Spiel

  • Im angeleiteten Spiel nutzen wir die Vielfalt kreativer Spiele und Spielformen, um die Kinder mit der deutschen Sprache vertraut zu machen: Lieder, Reime, Erzählungen, Gespräche, Rollenspiele, Kreisspiele, Tänze, Märchen ...

Jedes Kind ist neugierig und wissgierig. Das Gespräch zählt zu den wichtigsten Formen der Sprachförderung.

  • Wir nutzen die verschiedensten Anlässe im Kindergartenalltag, um mit den Kindern zu sprechen, und verwenden dabei die deutsche Sprache:
  • Wir gestalten Gespräche nach Spaziergängen und Ausflügen. Die Kinder bringen sehr viele Eindrücke mit und wollen darüber reden.
  • Wir bieten Gesprächsrunden nach Theateraufführungen. Nach solchen schönen und spannenden Erlebnissen haben die Kinder viel zu erzählen. Sie erleben die Handlungen dabei noch einmal mit. Die Eindrücke, Emotionen und Ängste können die Kinder in der Gruppe sprachlich zum Ausdruck bringen. Das hilft ihnen, diese zu verarbeiten.
  • Wir bieten den Kindern die Möglichkeit, von Erfahrungen und Ereignissen, die sie außerhalb des Kindergartens machen, zu erzählen.

„Kinder sollten mehr spielen, als viele es heutzutage tun.

Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist,

dann trägt man Schätze mit sich herum,

aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann.

Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme Welt zu haben,

die einem Kraft gibt, wenn das Leben scher wird.

 (Astrid Lindgren, Schriftstellerin)

 

Lenorte und Lernatmosphäre

Spielend Sprache lernen in einer Atmosphäre des Wohlbefindens

Szövegdoboz: Sprachförderung erfordert eine Atmosphäre, in der Kinder Wertschätzung erfahren, in der sie angstfrei, unbeschwert und lustvoll sprechen und zuhören können. 
Wir schaffen eine Atmosphäre des Wohlbefindens in einer anregenden Lernumgebung.

Wie wir das erreichen

  • Wir nehmen jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen wahr.
  • Wir gehen liebevoll mit jedem Kind um, indem wir ihm zuhören, ihm Zeit geben und es mit seinen Anliegen und Bedürfnissen ernst nehmen. Damit vermitteln wir ihm, dass es  angenommen, geliebt ist.
  • Wir räumen den Kindern Mitsprache- und Mitentscheidungsmöglichkeit ein.
  • Wir trauen den Kindern etwas zu.
  • Wir vereinbaren gemeinsam mit den Kindern Regeln und Abmachungen.
  • Durch Rituale schaffen wir eine klare Tagesstruktur, die den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt und damit maßgeblich zum Wohlbefinden beiträgt.
  • Uns Erzieherinnen ist bewusst, dass wir durch unser Verhalten und unsere Haltung das sozial-emotionale Klima mitprägen.
  • Wir ermöglichen den Kindern Ausgewogenheit zwischen Phasen des Tätigseins und Phasen der Ruhe.
  • Kinder lieben es, Musik zu machen – Musik erfreut die Herzen und trägt somit zum Wohlbefinden der Kinder im Kindergarten bei. Die deutsche Sprache lernen sie dabei spielend.
  • In unseren Angeboten berücksichtigen wir die musikalische Frühförderung. Dabei wird das emotionale Wohlbefinden des Kindes gestärkt, und es findet neue Ausdrucksmöglichkeiten. Rhythmus der Reime und die Melodie der Lieder unterstützen das Gedächtnis der Sprache.
  • Lieder, Singspiele, Tänze und Klanggeschichten in deutscher Sprache haben ihren festen Platz im Kindergartenalltag.
  • Fast in jedem Spiel finden wir rhythmische Bewegungen, z. B. bei Fingerspielen und Kreisspielen. Wir brauchen dabei nicht immer Instrumente, auch unser Körper kann zu einem Instrument werden, z. B. beim Patschen, Klatschen und Stampfen. Fingerspiele sind verbunden mit Sprache und Bewegung und bereiten Kindern viel Spaß.
  • Wir spielen auch mit Orff-Instrumenten, was die Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit steigert. Kinder sind sehr kreativ und finden in jedem Gegenstand Töne und Klänge, mit denen sie Rhythmen schlagen können – eben Musik machen.
  • Wir machen die Kinder mit den typischen Musikinstrumenten der Ungarndeutschen bekannt (Ziehharmonika, Trompete u.ä.).

„Singen ist eine wunderbare, befreiende,

den ganzen Körper fordernde Lebensäußerung”

(Brigitte Fassbänder)

Szövegdoboz: Kinder brauchen eine Umgebung, die räumlich und sachlich für die kindliche Neugierde und die Handlungsbedürfnisse ein hohes Anregungspotential bereit hält.
Wir schaffen Spiellandschaften in den Innenräumen und im Außenbereich, wo wir vielfältige Möglichkeiten zur Beschäftigung zur Verfügung stellen.

Wie wir das erreichen

  • Wir schaffen eine anregende Lernumgebung, wir gestalten Spiellandschaften.
  • Wir gestalten und strukturieren die Innenräume:
  • Wir richten verschiedene Ecken im Gruppenzimmer und im gesamten Kindergarten ein: Mal-, Sprach-, Puppen-, Märchen-, Natur-, Nationalitätenecke, Bauplatz usw.
  • Im Gruppenzimmer haben wir Ecken für verschiedene Spieltätigkeiten (Puppenküche, Bauplatz, Spiele am Tisch, usw.)
  • Wir richten eine Sprachecke mit CDs, DVDs, Büchern, Bildern und Aufschriften ein.
  • Wir richten eine Bastelecke mit typischen ungarndeutschen Gegenständen ein.
  • Wir bieten Rückzugsmöglichkeiten an.
  • Wir nutzen alle räumlichen Ressourcen (z.B. innere Öffnung).
  • Wir gestalten den Außenbereich kreativ und nutzen das gesamte Umfeld, damit die Kinder viele Erfahrungen machen können.
  • Die Gestaltung des Außenbereichs bietet den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten.
  • Es gibt einen Verkehrspark, wo die Kinder das richtige und sichere Verkehrsverhalten erlernen und üben können.
  • Wir bieten Möglichkeiten zum Klettern und Schaukeln.
  • Einen Teil des Gartens nutzen wir zum Anpflanzen von Gemüse und Blumen.

Szövegdoboz: Die Förderung der deutschen Sprache und Kultur spiegelt sich in der Gestaltung der Kindergartenräume.

Wie wir das erreichen

  • Wir machen die deutsche Sprache im gesamten Kindergarten sichtbar. Dies erfolgt durch Aufschriften und Hinweisen (Begrüßungen, Einladungen, Wandzeitung, Überschriften, usw.), durch beschriften von Gegenständen usw. Wir beschriften die Spielecken, schreiben dazu, was Kinder lernen: „Das lerne ich.”
  • Wir bringen eine Landkarte mit ungarndeutschen Gemeinden und deutschen Ortsnamen an.
  • Wir haben im Regal immer deutschsprachige Spiele, Bücher, CDs.
  • Wir haben im Kindergarten ständige und wechselnde Ausstellungen zu den ungarndeutschen Traditionen (Kleidungsstücke, Puppen, Spielzeuge, Möbel, Töpfe).
  • In der Puppenecke haben wir alte Spielzeuge und Trachtenpuppen.
  • Wir richten eine Bildergalerie ein mit wechselnden Themenkreisen wie Volkstrachten, Festen, Häusern, usw.
  • Die Kinder lernen die ungarndeutschen Symbole (Rosmarin, Farben, Motive, Stickerei-Muster usw.) kennen.
  • Wir verschicken zweisprachige Einladungen zu unseren Veranstaltungen (Martinstag, Muttertag, usw.).

Szövegdoboz: An allen Lernorten ermöglichen wir den Kindern vielfältige Erlebnis-, Erfahrungs- und Lernprozesse mit allen Sinnen in ihrem Umfeld und erschließen mit den Kindern auch neue bzw. zusätzliche Lernorte außerhalb des Kindergartens. Wir begleiten die gesamten Aktivitäten und Handlungen in deutscher Sprache.

Wie wir das erreichen

  • Wir organisiseren für die Kinder ein „Sprachlager”.
  • Wir organisieren für die Kinder zweimal im Jahr eine „Waldschule”, wo wir nur deutsch sprechen.
  • Wir lassen die Kinder Erfahrungen sammeln, wenn es möglich ist, an Ort und Stelle (Weinlese, Keller, Maisbrechen, Wiese, Obstgarten, Markt, Geschäfte, Kirche, Friedhof).
  • Wir machen mit den Eltern zusammen Ausflüge, beobachten die Umwelt, besuchen Ausstellungen und öffentliche Gebäude (Gemeinde, Schulhaus, Post, Geschäfte, Kirche).
  • Wir lassen die Kinder erfahren, wie Pflanzen wachsen und was sie für das Wachsen brauchen: Licht, Wasser, Erde.
  • Wir experimentieren mit Wasser.
  • Wir machen mit den Kindern Ausflüge, z.B. am Weltwassertag zum Bach.
  • Wir machen zu allen Jahreszeiten Spaziergänge in der Natur (Weingarten, Maisfeld, Wald) und sammeln Blätter, Früchte und benennen sie in Deutsch.
  • Wir suchen immer wieder nach neuen Lernorten im Umfeld – Bibliothek, bei Künstlern, Handwerkern in der Gemeinde, im Heimatmuseum.
  • Wir besuchen in der Ortschaft Handwerker, besichtigen ihre Werkstatt, die Werkzeuge und lassen sie über ihre Tätigkeit erzählen (Seiler, Steinmetz, Tischler, Fassbinder, Schuster, Blaufärber, Schneider, Friseur).
  • Wir besuchen einen Bauernhof und schauen zu, wie das Vieh gefüttert wird (Pferd, Kuh, Schwein, Huhn, Hahn, Ente usw.).

Zusammenarbeit mit den Eltern

 
  Szövegdoboz: Die Familie nimmt einen hohen Stellenwert für die Sprachentwicklung des Kindes ein. Der Spracherwerb findet zum Großteil in der Familie statt. Wir sehen daher die Förderung der deutschen Sprache in unseren Kindergärten als gemeinsame Aufgabe von Kindergarten und Familie. 
Wir informieren die Eltern umfassend über die besonderen Ziele der ungarndeutschen Kindergärten, insbesondere über die Implikationen des dualen Ziels der Sprach- und Kulturvermittlung. 
Wir legen mit den Eltern und Familienangehörigen gemeinsame Ziele fest.
Wir beziehen die Eltern als wichtigste und ständige Partner in die Arbeit des Kindergartens ein.

 

 

Wie wir das erreichen

  • Wir arbeiten partnerschaftlich mit den Eltern zusammen.
  • Wir zeigen den Familien die Besonderheiten der ungarndeutschen Kindergärten auf und lassen sie den Nutzen erkennen.
  • Wir informieren die Eltern umfassend über die Ziele ungarndeutscher Kindergärten und darüber, welchen Nutzen die Kinder davon haben. Dies erfolgt bei der Einschreibung
  • beim Besuch der Familien von neueingeschriebenen Kindern
  • beim Elternabend
  • bei Versammlungen
  • auf der Kindergarten-Homepage (zweisprachig)
  • durch die Kindergartenzeitung (zweisprachig)
  • über die Dorfzeitung (zweisprachig)
  • bei gemeinsamen Veranstaltungen und Festen
  • Wir geben den Eltern Einblick in unsere Arbeit bzw. in unser pädagogisches Programm. Gemeinsam mit ihnen legen wir Ziele und Maßnahmen zur Förderung der deutschen Sprache und zur Bewahrung der Identität der Ungarndeutschen fest.
  • Wir zeigen ihnen dabei auch die Möglichkeiten zur Mitarbeit und die Wichtigkeit ihres Beitrages auf. Wir planen entsprechende Aktivitäten ein:
  • Wir gestalten offene Spielnachmittage, Bastelnachmittage, Tage der „offenen Tür”.
  • Wir gestalten mit den Eltern kreative Angebote, bei denen die Kinder alte Handwerke der Ungarndeutschen kennen lernen (Töpfern, Blaudruck, Weben, Perlen fädeln usw.).
  • Wir gestalten Bastelnachmittage für Väter.
  • Wir organisieren zusammen mit den Familienangehörigen Nationalitätentage.
  • Wir besuchen mit den Eltern interessante Gebäude und wichtige Orte in der Gemeinde.
  • In die Vorbereitung von Festen und Feiern beziehen wir die Eltern aktiv ein.
  • Eltern und Großeltern, die ungarndeutsche Bräuche kennen, laden wir in den Kindergarten ein und lassen sie erzählen.
  • Wir machen gemeinsam Ausflüge.
  • Wir laden Eltern ein, den Kindern von ihrer Arbeit zu erzählen.
  • Wir treffen Vereinbarungen mit den Familienangehörigen, wie sie die Sprachförderung ihres Kindes unterstützen können. Wir zeigen ihnen dazu Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit auf.
  • Wir geben den Eltern bei Bedarf Reime, Liedertexte, Bilder- und Märchenbücher mit. Sie erhalten sie über E-Mail.
  • Wir laden Eltern, die deutsch sprechen, in den Kindergarten ein und lassen sie erzählen, vorlesen
  • Wir gestalten anregende Elternabende, gemeinsame Feste und gemeinsame Weiterbildungen.
  • Wir führen mit den Eltern Gespräche über die (sprachliche) Entwicklung des Kindes.

Kontakte nach aussen pflegen

Szövegdoboz: Wir pflegen die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen Nationalitäten-Kindergärten, Gremien, Organisationen und Institutionen.

Wie wir das erreichen

  • Wir suchen und pflegen die Zusammenarbeit mit anderen Nationalitäten-Kindergärten. Dazu organisieren wir Treffen, bei denen wir unsere Erfahrungen und Ideen austauschen, Anregungen weitergeben und uns gegenseitig unterstützen und stärken.
  • Bei diesen Treffen reden wir ausschließlich deutsch miteinander.
  • Wir führen eine „Ideenbörse“ ein – unter dem Motto: „Aus der Praxis für die Praxis“.
  • Wir nutzen die Öffnung nach außen als Chance zur Förderung der deutschen Sprache. Wir erschließen mit den Kindern neue bzw. zusätzliche Lernorte als Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten außerhalb des Kindergartens.
  • Wir stellen unser Sprachkonzept den Familien und der Öffentlichkeit vor.
  • Wir geben dem Träger und den Schulen Einblick.
  • Wir pflegen eine gute Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden, Schulen, Senioren, Bibliothek und Nationalitäten-Minderheiten.

Szövegdoboz: Wir arbeiten in regionalen deutschen Nationalitäten-Kindergartenfachgruppen und Netzwerken.

Wie wir das erreichen

  • Wir arbeiten beim Aufbau von Netzwerken der ungarndeutschen lokalen Gemeinschaften mit.
  • Wir arbeiten mit dem Schulverein für ungardeutsche Pädagogen zusammen.
  • Wir nehmen aktiv an der Sitzung der örtlichen deutschen Selbstverwaltung teil.
  • Wir pflegen Partnerschaften mit deutschen pädagogischen Einrichtungen.

Szövegdoboz: Wir gestalten eine aktive Öffentlichkeitsarbeit für unser Sprach- und Kulturprogramm. Wir nutzen dabei alle Foren und Medien zur Veröffentlichung unserer pädagogischen Arbeit.

Wie wir das erreichen

  • Wir informieren die Gemeinde über unsere pädagogische Arbeit.
  • Zu bestimmten Veranstaltungen und zu Ausstellungen laden wir den Bürgermeister und den Gemeinderat sowie Mitglieder der Nationalitätenselbstverwaltung ein.
  • Wir pflegen Kontakte zu anderen Kindergärten und pädagogischen Einrichtungen und laden diese zu Veranstaltungen ein.
  • Wir berichten über unsere Arbeit und über die Besonderheit der ungarndeutschen Kindergärten in den lokalen Medien: Dorfzeitung, Gemeindezeitung, Dorfsendung ...
  • Wir berichten über unsere Homepage.
  • Wir gestalten eine Kiga-Zeitung.
  • Wir bieten Tage der „offenen Tür” an.
  • Wir gestalten Partnertage im Kindergarten: Eltern, Großeltern erzählen über ihren Beruf.
  • Wir präsentieren uns als ungarndeutschen Kindergarten durch die Raumgestaltung und die Beschriftungen in deutscher Sprache.

Innere Organisation des Kindergartens

Szövegdoboz: Die Qualität der Bildungsarbeit sichern
Wir stellen uns der Herausforderung, hohe Qualität in unserer Bildungsarbeit zu sichern. Das Leitbild ist uns eine wichtige Grundlage. Die darin festgehaltenen Leitlinien und Ziele geben uns Orientierung und Unterstützung.
Wir richten unsere Arbeit an den Grundlagen aus, die von den ungarndeutschen Gremien für die besonderen Bedürfnisse der ungarndeutschen Kindergärten festgelegt sind.

Wie wir das erreichen

  • Wir befassen uns eingehend mit dem Nationalitätengesetz und berücksichtigen es.
  • Wir setzen uns mit den neuesten Informationen auseinander, bei Unklarheit oder Zweifel fragen wir nach.
  • Wir orientieren uns an den Richtlinien für die Nationalitätenkindergärten und am Bildungsgesetz.
  • Bei der Erstellung unseres pädagogischen Programmes orientieren wir uns am Leitbild für ungarndeutsche Kindergärten. Wir integrieren die Ziele und Maßnahmen schrittweise in unser Programm.
  • Wir überprüfen regelmäßig unsere Arbeit auf der Grundlage des neuen Leitbildes.

Szövegdoboz: Eine gut geführte Dokumentation trägt wesentlich zur internen Qualitätsentwicklung bei. Die Dokumentation erfüllt zwei Funktionen: Zum einen ist sie ein Arbeitsintrument für uns Erzieherinnen. Sie erleichtert die Kontinuität, die Transparenz und die Erfolgskontrolle im Team.  Zum anderen ist sie ein Leistungsnachweis des Kindergartens nach außen.

Wir gestalten unsere Arbeit transparent nach innen und nach außen und dokumentieren sie.

Wie wir das erreichen

  • Im Team geben wir uns gegenseitig Einblick in unsere Projekte und Tätigkeiten.
  • Wir reflektieren und planen gemeinsam im Team unsere Arbeit.
  • Wir beobachten wertfrei die Entwicklungs- und Lernschritte der Kinder und tauschen unsere Beobachtungen im Team und mit den Eltern aus.
  • Wir machen den Entwicklungs- und Lernprozess eines jeden Kindes sichtbar. Dazu legen wir für jedes Kind einen Entwicklungsplan an und dokumentieren unsere Beobachtungen im „Kinderpersonalblatt. Zudem führen wir für jedes Kind ein Portfolio. Es beinhaltet: Beobachtungen, die wir mit dem Kind besprechen, Zeichnungen des Kindes – diese geben Einblick in die Entwicklung des Kindes, geführte Interviews mit dem Kind, Lerngeschichten ... 
  • Wir präsentieren unsere Arbeit durch Fotos.
  • Wir dokumentieren unsere Arbeit durch Aufzeichnungen.
  • Wir dokumentieren die Projekte, Ausflüge, Feste.
  • Wir gestalten Fotodokumentationen.
  • Wir dokumentieren die Teamsitzungen, Anwesenheitslisten, die Urlaube.
  • Wir informieren die Nationalitätenselbstverwaltung über unsere Arbeit.

Szövegdoboz: Die Weiterentwicklung der Bildungsqualität sehen wir als eine kontinuierliche  Aufgabe. Dies erreichen wir durch das Festlegen der Ziele und Maßnahmen und durch eine systematische Evaluation.
Wir evaluieren unsere Arbeit regelmäßig intern und extern. Wir nehmen an einem kontinuierlichen Qualitätssicherungsprozess teil.

Wie wir das erreichen

  • Wir reflektieren unsere Arbeit in verantwortungsbewusster Eigenkontrolle (= Selbstbild).
  • Jede Erzieherin reflektiert und beurteilt ihre Arbeit täglich in mündlicher und wöchentlich in schriftlicher Form.
  • Wir befassen uns regelmäßig mit den Zielen und Maßnahmen unserer Kindergartenkozeption und überprüfen den Stand und das Ergebnis unerer Umsetzung. Der Entwicklungsprozess der Kinder ist dabei wesentlich. Das Portfolio bietet dafür eine wichtige Grundlage.
  • Wir dokumentieren (Ton- und Video-Aufnahmen) und evaluieren die Sprachentwicklung der Kinder.
  • Wir reflektieren, überprüfen und beurteilen unsere Arbeit offen im Team.
  • Wir evaluieren unsere Arbeit bei regelmäßigen Teambesprechungen.
  • Wir holen uns Feedback von unseren Teamkolleginnen. Das erfordert, dass wir uns gegenseitig bei der Arbeit beobachten und uns Rückmeldungen geben. Wir erkundigen uns bei den Kolleginnen über unsere Stärken und Schwächen in der Förderung der deutschen Sprache.
  • Wir holen uns gezielt Rückmeldung von der Leiterin
  • beim Mitarbeitergespräch
  • bei einem Fördergespräch
  • Wir holen uns Rückmeldung bei den Eltern.  Dies erfolgt
  • in Einzelgesprächen
  • im Rahmen von Entwicklungsgesprächen
  • mittels eines Fragebogens
  • Wir holen uns Rückmeldung bei den Lehrerinnen und Lehrern unserer Partnerschule. Dies erfolgt in persönlichen Gesprächen und mittels eines Fragebogens.

Uns ist bewusst: Zur Qualitätssicherung im Kindergarten bedarf es einer kontinuierlichen Weiterbildung jeder einzelnen Erzieherin.

  • Jede einzelne Erzieherin bildet sich kontinuierlich weiter, mittels Selbstbildung durch Selbstbewertung. Wir fragen uns dabei immer wieder:
  • Wo will ich hin? (mein Ziel)
  • Wo stehe ich? ( Was kann ich gut?)
  • Wo brauche ich Entwicklung?
  • Wir holen uns neue Informationen, Impulse und Methoden bei Fortbildungen, in der Fachliteratur, im Internet, im Austausch mit Partner-Kindergärten im In- und Ausland.
  • Wir organisieren Fortbildungen für die Kindergärtnerinnen und nehmen an den Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Die Zusammenarbeit im Team

Szövegdoboz: Teamarbeit ist ein Prozess, der immer wieder neu erarbeitet und gestaltete werden muss.
Wir  gehen vertrauensvoll und partnerschaftlich miteinander um, zum Wohle des Kindes, seiner Familie und zum eigenen Wohlbefinden. Praktische Erfahrungen und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung und Verbesserung der pädagogischen Arbeit ein.

Wie wir das erreichen

  • Jedes Teammitglied übernimmt Mitverantwortung für den jeweiligen Aufgabenbereich sowie für eine hohe Qualität der Bildungsarbeit.
  • Die Aufgabenverteilung erfolgt aufgrund der jeweiligen Funktion und der Fähigkeiten.
  • Jedes Teammitglied übernimmt Mitverantwortung für ein Klima des Miteinanders und des Wohlbefindens.
  • Jedes Teammitglied gibt Platz und nimmt sich Platz. Das bedeutet: Jedes Mitglied äußert die eigene Meinung und nimmt die Meinungen der anderen ernst. Unterschiedliche Meinungen werden in wertschätzender Haltung diskutiert. Durch dieses Verhalten spürt jedes Mitglied im Team: „Ich habe hier Platz.“ „Man zählt auf mich.“ „Ich gehöre dazu.“
  • Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang miteinander/untereinander.
  • Jedes Teammitglied arbeitet aktiv mit, es bringt seine Ideen und Fähigkeiten ein.
  • Wir unterstützen uns gegenseitig, die deutsche Sprache kontinuierlich zu verbessern.
  • Wir sprechen im pädagogischen Team ausschließlich deutsch.
  • Es finden regelmäßige Teambesprechungen im Klein- und im Großteam statt.
  • Das Wir-Gefühl wird durch gemeinschaftsfördernde Aktivitäten gestärkt. Voneinander und miteinander lernen ist für jedes Team selbstverständlich.
  • Wir lernen von- und miteinander.
  • Wir tauschen uns über Fortbildungen aus.
  • Wir holen uns Rückmeldungen bei Teammitgliedern und geben sie uns gegenseitig weiter.
  • Wir tauschen unsere Beobachtungen an Kindern im Kleinteam aus.
  • Wir arbeiten gewissenhaft und pflichtbewusst.
  • Wir sind bereit, aus Fehlern zu lernen.

Schlusswort

Wir hoffen, dass unsere Konzeption Ihnen ausreichend Einblick in unsere Arbeit gibt.

Für uns ist sie die wichtigste Grundlage für unser pädagogisches Handeln. Sie gibt uns Orientierung und Halt. Sie ist verbindlich für das gesamte Team.

Wir sind offen für Rückmeldungen. Für eventuelle Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen, Ihrem Kind und uns Begegnungen, die bereichern.

 

„KINDER SIND GÄSTE,

DIE NACH DEM WEG FRAGEN.“

                                                                                   

 (Jirina Prekop)

 

Berufliche Kompetenz

 

Das Bild der Kindergärtnerin

Sie hat die entsprechende / vorgeschriebene Ausbildung.

Sie ist sprachliches Vorbild.

  • Sie spricht mit Freude deutsch.
  • Sie spricht ein sicheres Deutsch.
  • Sie spricht konsequent im Tagesablauf deutsch.
  • Sie sucht den Kontakt mit ungarndeutschen Vereinen und Organisationen.
  • Sie kennt und pflegt die ungarndeutsche Kultur und die ungarndeutschen Traditionen.
  • Sie geht mit der Methodenvielfalt kompetent um.
  • Sie kennt eine Vielfalt an Methoden, die sie kreativ und situativ einsetzt.
  • Sie ist sich ihrer Vorbildfunktion bewusst.
  • Sie hat Disziplin.
  • Sie ist verlässlich.
  • Sie ist verantwortungsbewusst.
  • Sie ist pünktlich.
  • Sie ist kreativ.
  • Sie stellt das Kind mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt.
  • Sie ist verantwortungsbewusst.
  • Sie ist einfühlsam.
  • Sie ist achtsam.
  • Sie ist begeisterungsfähig.
  • Sie kann Kinder begeistern.
  • Sie lässt sich begeistern.
  • Sie bildet sich kontinuierlich weiter.
  • Sie bildet sich im Team und durch kindergartenübergreifende Kontakte weiter.
  • Sie nimmt an Fortbildungen teil.
  • Sie äußert Fortbildungswünsche.
  • Sie ist entwicklungsbereit.
  • Sie ist offen für Neues.
  • Sie ist kontaktfreudig.
  • Sie identifiziert sich mit dem Leitbild.
  • Sie lässt sich führen.
  • Sie ist ausgeglichen.
  • Sie kann mit Emotionen kompetent umgehen.
  • Sie kann eine Diskussion sachlich führen.
  • Sie kann Privates und Berufliches trennen.
  • Sie ist flexibel.
  • Sie kann mit Herausforderungen umgehen.
  • Sie kann mit Veränderungen umgehen.
  • Sie ist anpassungsfähig.
  • Sie plant, reflektiert und dokumentiert ihre Arbeit.
  • Sie versteht sich als Begleiterin und sieht das Kind als Baumeister seiner selbst.
  • Sie beobachtet und dokumentiert die Entwicklungsschritte des Kindes.

 

Das Bild der Kindergartenhelferin

  • Sie kennt und pflegt die ungarndeutsche Kultur und die ungarndeutschen Traditionen. Sie identifiziert sich damit.
  • Sie ist sich ihrer Vorbildfunktion bewusst.
  • Sie hat Disziplin.
  • Sie ist verlässlich.
  • Sie ist verantwortungsbewusst.
  • Sie ist pünktlich.
  • Sie stellt das Kind mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt.
  • Sie ist verantwortungsbewusst.
  • Sie ist einfühlsam.
  • Sie ist achtsam.
  • Sie ist begeisterungsfähig.
  • Sie bildet sich weiter.
  • Sie nimmt an Fortbildungen der Kindergartenhelfer/innen teil.
  • Sie ist entwicklungsbereit.
  • Sie ist offen für Neues.
  • Sie ist kontaktfreudig.
  • Sie identifiziert sich mit dem Leitbild.
  • Sie lässt sich führen.
  • Sie ist ausgeglichen.
  • Sie kann mit Emotionen kompetent umgehen.
  • Sie kann Privates und Berufliches trennen.
  • Sie ist flexibel.
  • Sie kann mit Herausforderungen umgehen.
  • Sie kann mit Veränderungen umgehen.
  • Sie ist anpassungsfähig